Tag 1: Ben
Am Montag, den 16. Juni waren Max, Mia, Julius und Pia schon einen Tag am Campingplatz und hatten ihre ersten Tauchgänge schon hinter sich.
Leonard und Marco trudelten gegen 14 Uhr ein und als letztes kamen dann Lisa, Nic und Ben an. Somit waren alle außer Fabio anwesend, und unsere Truppe war wieder vereint, sodass wir alle um etwa 16 Uhr endlich unser Häuschen betreten konnten.
Wir waren überrascht, wie groß das Haus dann doch war und wie gut dieses, mit unter anderem 3 Badezimmern, ausgestattet war. Nach einer kleinen Erkundungstour, bei der wir alle wie begeisterte Touristen durch das Haus gelaufen sind, verteilten wir und auf unsere Zimmer und trafen uns dann anschließend, um den weiteren Tagesverlauf zu besprechen.
Zudem war auch noch Tony dabei, welcher uns zum Einkaufen fahren sollte.
Nach einer kleinen Diskussion, wieviel wir denn einkaufen wollen und den, mal mehr mal weniger sinnvollen, Vorschlägen von Tony war der Essensplan für die Woche so gut wie fertig. Diese „kleine Diskussion“ dauerte gute eineinhalb Stunden, aber das muss ja keiner wissen.
Geeinigt hatten wir uns, dass Mia, Pia, Leonard und Ben einkaufen gehen, Julius seinen ersten Tauchgang macht und die anderen erstmal entspannen. Außerdem hatten wir Diejenigen, die da blieben darum gebeten an der Rezeption nach einem Volleyballnetz zu fragen.
Nach einigen Komplikationen, mit dem Vorhandensein von bestimmten Lebensmitteln und sprachlichen Schwierigkeiten beim Nachfragen, wurde der Einkauf dann doch größer als erwartet, so dass 3 Einkaufswagen gebraucht wurden. Dies führte zu einer total schockierten Kassiererin und Bemitleidungen unsererseits für die Personen, die hinter uns an der Kasse standen. Aber schließlich wurde eine weitere Kasse eröffnet und alle waren zufrieden.
Zurück am Haus bildeten wir eine super strukturierte Menschenkette um die Einkäufe, die jetzt schon unser Budget gesprengt hatten, schnellstmöglich verstauen zu können. Dabei ist leider auch das Ein oder andere runtergefallen, so dass die Milch provisorisch, samt Schüssel in den Kühlschrank gestellt wurde und wir definitiv keine Platzprobleme im Kühlschrank hatten.
Zudem hatten diejenigen, die zuhause blieben so ziemlich garnichts gemacht und auf die Frage, ob sie denn nach dem Netz gefragt hatten, kam ein trockenes „Ne, keine Lust“.
Nach den darauffolgenden spannenden Unterhaltungen gab es Abends dann Pizza aus Fertigteig, die trotz der simplen Zutaten doch recht gut schmeckte.
Zu guter Letzt ließen wir den Tag mit ein paar Runden Werwolf bestehend aus selbstgeschriebenen Papierschnipseln ausklingen, wobei Manche mehr, Manche weniger im Focus der Gemeinschaft standen. Womit gemeint ist, dass eine Person dessen Namen nicht genannt werden darf in jeder Runder als erstes starb, eine Person aus unerklärlichen Gründen in jeder Runde Werwolf war und eine andere Person aus mysteriösen Gründen immer am lebhaftesten Diskutieren musste, um sich zu retten.
Tag 2: Lisa
Der zweite Tag startete entspannt um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, wobei es doch 9:30 Uhr wurde. Es gab Kaffee, Brötchen und entsprechendem Belag, mit allem, was dazugehört. Nachdem sich alle ordentlich den Bauch mit eineinhalb Packungen Brot vollgeschlagen haben und wir zu dem schmerzhaften Schluss kamen, dass unser Brot nicht reichen wird und wir doch nochmal einkaufen müssen, konnte der Tag dann beginnen.
Es ging zum ersten Tauchgang in Dreischor! Mia, Marco und Leonard sind gemeinsam Tauchen gegangen, Tino mit Lisa und Brian mit Ben und Julius. Stark durchmischte Gruppen! Es waren großartige Bedingungen und eine schöne Unterwasserwelt. Mit Riffballs, Krebsen und vielen Quallen!
Mittags haben wir es dann ruhig angehen lassen, ein bisschen entspannt und natürlich darf essen auch nicht fehlen. Auch der noch fehlende Fabio ist um 15 Uhr eingetrudelt. So dass nun unser Trüppchen endgültig vollständig war.
Am Nachmittag stand der zweite Tauchgang an, diesmal beim Pumpwerk in Dreischor. Mia ist mit Marco, Ben und Fabio tauchen gegangen, und Olaf mit Julius, der einen Ausbildungstauchgang zum DTSA* gemacht hat. Es war wieder ein großartiges Erlebnis unter guten Bedingungen. Das Wasser hatte 18 Grad und am Pumpwerk war eine akzeptable Sicht mit vielen Quallen.
Währenddessen haben sich die Nicht-Taucher (Nic, Pia, Marco) die Zeit mit Volleyball oder Gesellschaftsspielen wie „7er raus“ oder einer schnellen Runde UNO vertrieben, also auch über Wasser war einiges los.
Zum Abend gab’s selbstgemachte Bolognese mit Nudeln. Und nach dem Essen haben wir den Tag ganz entspannt mit ein paar Gesellschaftsspielen ausklingen lassen. Wobei es um das Spiel Werwolf ging, was alle sehr viel Freude gemacht hat.
Tag 3: Leonard
Am Mittwoch, den 18. Juni standen wir um 9 Uhr auf und haben anschließend sofort gegessen, wobei wir es wirklich geschafft haben, keine halbe Stunde Verspätung zu haben.
Danach ging es auch schon zum ersten Tauchgang bei Den Osse, wobei Max und Nic im Haus geblieben sind, Max aber nachgekommen musste, um auf einer abenteuerlichen Reise Pia ihre Füßlinge hinterherzubringen.
Bei diesem Tauchgang ging es besonders darum den Tauchplatz für den nachfolgenden Nachttauchgang schon einmal zu sichten. Des Weiteren haben die 1 Stern Taucher die Gruppenführung und die Orientierung geübt, was den 2 Stern Tauchern eine große Freude bereitet hat.
Den zweiten Tauchgang des Tages haben wir auch bei Den Osse gemacht, da sind aber nur Lisa, Olaf, Mia und Fabio dageblieben. Trotz der wenigen Personen gab es spannende Tauchgänge. Denn in Zweierteams ist der Tauchgang für manche etwas leichter zu planen.
Olaf hat in der Funktion als Tauchlehrer Lisa Silber Übungen abgenommen, während Fabio und Mia einen tiefen Tauchgang bestritten haben.
Zum Mittagessen gab es eine Gemüsepfanne mit Reis, wobei die meisten nicht mithelfen konnten, da nur zwei Messer im Haus zur Verfügung standen, was natürlich sehr bedauert wurde???? Nach diesem äußerst erschütternden Erlebnis verbrachten wir unsere Zeit mit verschiedenen Aktivitäten, bis wir uns schließlich auf den Weg zum Nachttauchen machen konnten. Dazu haben wir uns, intelligenter Weise, den längsten Tag des Jahres ausgesucht, sodass keiner von uns an Schlafmangel leiden muss.
Für den Nachttauchgang haben sich alle um 22Uhr bei Den Osse getroffen und sich in zwei zweier und zwei dreier Gruppen aufgeteilt. Es gab viele Krebse zu sehen und im Sand waren viele verschiedene kleinste Tiere, so wie verschiedenste Würmer zu sehen. Dazu hatte Mia auch eine parallele Goldabnahme. Wobei die restlichen die Oberflächen Crew gebildet haben und das Licht, welches den Ausgang markiert beaufsichtigten.
Und als um 1Uhr alle wieder aus den Anzügen raus waren, ging ein langer und erfüllter Tag in Zeeland zu Ende.
Tag 4: Pia
Tag 4 begann noch am Tauchplatz Den Osse Pommesbude aufgrund des Nachttauchgangs. Nachdem alle wieder gegen kurz vor 1 Uhr im Jugendhaus eingetrudelt sind, saß man noch im Wohnzimmer und hat sich unterhalten.
Nach der langen Nacht stand die Truppe gegen 9 Uhr auf und frühstückte. Gegen 10 Uhr ging’s dann Richtung Zoetersbout.
Dort war die Sicht katastrophal. Dennoch war jeder Tauchgang lehrreich und erfahrungsbereichernd.
Die Gruppe von Fabio, Marco, Mia und Pia verlor irgendwann durch die schlechte Sicht den Sichtkontakt. Mia und Pia sind daraufhin aufgetaucht und haben sich dazu entschieden, zum Ausgang geradewegs zurück zu Tauchen. Fabio und Marco bemerkten den Verlust von Mia und Pia später als die anderen beiden und sind dementsprechend später aufgetaucht. So haben sich alle wieder an der Oberfläche getroffen. Mia‘s persönliches Highlight war ein Krebs, der in der Strömung der Osterschelde an ihr vorbeirauschte.
Als alles wieder zusammengepackt war, ging es für die meisten direkt zum Tauchplatz Den Osse Pommesbude. Da durch die direkte Fahrt zum Tauchplatz keine Zeit war, um etwas zu essen, wurde kurzerhand Julius angerufen, um die hungrigen Taucher vor Ort zu verpflegen. Da Mia und Pia beide sehr hungrig waren und keine Lust hatten noch auf Julius und Max, die Essen bringen wollten, zu warten ging man zur Pommesbude und kaufte sich dort Pommes und einen Kaffee.
Für alle, außer dem Jugendhaus, ging es dann nach dem Tauchen zum Pommes essen. Dadurch, dass dann keiner mehr die Jugend fahren konnte, mussten alle zurück zum Park laufen. Puuh.
Am Haus angekommen, wurde auch schon, quasi direkt, das Essen zubereitet, was aus Pommes und Schnitzel bestand. Die Pommes wurden in Tony‘s Airfryer zubereitet, während die Schnitzel erst zu marinieren waren und dann in der Pfanne gebraten wurden. Das Ganze war ein aufregender Prozess, bei dem es erneut zu spannenden Unterhaltungen kam.
Nach dem Essen trafen sich fast alle Taucher, also nicht nur unser Jugendhaus, am Strand. Wo dann noch viel Volleyball gespielt wurde und eine kleine Exkursion auf die Wellenbrecher stattfand.
Gegen halb 23 Uhr ging es dann wieder zurück zum Jugendhaus. Wo dann jeder für sich den Abend ausklingen lassen hat.
Tag 5: Max
Tag 5 hat wie an allen Tagen wieder mit dem Frühstück um 9 Uhr gestartet. Danach sind dann auch Julius, Mia, Fabio und Ben zum Tauchplatz Het Koepeltche gefahren und haben dort einen entspannten ersten Tauchgang mit guter Sicht gemacht, trotz dass sich alle über den Laufweg zum Tauchplatz beschwert haben.
Nach diesem Tauchgang kamen die Taucher zurück und bereiteten sich auf den zweiten vor. Im Anschluss begaben sich Mia, Fabio, Lisa und Pia auf den Weg zu dem Tauchplatz Scharendijke Haven, wo Mia und Fabio trotz schlechter Sicht ein 30 Meter Tauchgang durchführten, der runter bis zum dort liegenden Wrack ging.
Nach dem zweiten Tauchgang bereiteten die nicht Taucher schonmal das Mittagessen vor. Es gab Pfannkuchen, die wir, wie letztes Jahr, mit zwei verschiedenen Rezepten zubereiteten. Eins mit und eins ohne Zucker. Bei der Zubereitung kam es allerdings später zu Schwierigkeiten, sodass Ben zu unserem Nachbarn gehen musste und noch weitere Butter organisierte. Trotz dem, dass das Rezept von den Pfannekuchen ein wenig verändert wurde, haben sie gut geschmeckt.
Nach dem Mittagessen spielten wir Spiele oder waren am Handy bis es Zeit war loszugehen, um den letzten Nachttauchgang des Urlaubs zu starten. Leonard, Julius und Max mussten zum Tauchplatz laufen da es nur begrenzte Sitzplätze in dem Auto gab, wofür sie sich aber freiwillig entschieden haben. Als alle dann am Tauchplatz angekommen sind, wurden die Tauchgruppen aufgeteilt. Gegen 23:40 Uhr waren alle unter Wasser. Nacheinander tauchten die Gruppen dann auch wieder auf, bis schließlich die letzten sind gegen 0:20 Uhr wieder aufgetaucht sind. Alle Taucher fanden den Tauchgang gut und hatten Spaß. Die Oberflächenwache wurde von den Jugendhaus Mitgliedern Pia, Lisa, Nic und Ben erfolgreich durchgeführt.
Tag 6: Julius
Heute Morgen haben wir uns alle etwas Zeit gelassen. Erst gegen 9:25 Uhr waren wir halbwegs wach am Frühstückstisch. Viel Zeit blieb uns deshalb nicht mehr, weil bereits um kurz vor 10 Uhr Tino vorbeikommen wollte, um die Taucher samt Gerödel mitzunehmen. Dieses betraf Mia, Fabio, Lisa, Ben und Leonard. Der Rest blieb lieber im Bungalow. Der Tauchplatz, Den Osse Haven, ist nicht weit weg, so dass auch Pia sich kurz darauf entschied rüber zulaufen.
Der Einstieg des Tauchplatzes ließ sich nur über einen Deich durch hohes Gras, Büsche und Steine via einen Feldweg erreichen. Nach dem Briefing wurde aufgerödelt und ins Wasser gegangen. Zuerst musste man einige Meter aufs offene Meer hinaus tauchen, da die Küste recht flach war. Als der Hang, welcher sich Unterwasser befand, erreicht war, konnte endlich auf Tiefe gegangen werden. 18 Meter, 20 Minuten lang Pro Bahn wurde am Hang entlang getaucht. Die Sicht war, für das was man bei den Meeren im Norden gewöhnt ist, äußerst gut. Der Boden war übersät mit kleinen Pflanzen und Austermuscheln. Zwischendrin fand man gelegentlich einen Hummer, Krebse und vor allem Quallen. Viele Quallen!! Dass waren wir aber mittlerweile gewöhnt. Nesselspuren blieben manchen von uns dafür dennoch nicht erspart. Als die Zeit um war, sind alle wieder mit einem Lächeln aufgetaucht.
Nachdem alle wieder zur Mittagszeit im Jugendhaus eingetroffen sind, wurde gechillt, Spiele gespielt oder sich mit einem Snack gestärkt. Schließlich ging es um 15:30h direkt zum nächsten und letzten Tauchgang dieser Freizeit. Mal wieder bei „Den Osse Nieuwe Kerkweg“. Der letzte Tauchgang brachte auch eine große Herausforderung mit sich für unsere Jugendorganisatoren Mia und Fabio. Zum Abschluss der Woche bildeten alle Taucher eine gemeinsame Gruppe. Nachdem der Ablauf des Tauchgangs und alles weiter nötige gebrieft war, wurde rasch aufgerödelt und zum Steg gegangen. Die Sicht war recht diesig. Nicht so gut wie am Hafen. Was daran gelegen haben könnte, dass durch die Feiertage Massen an Tauchern herkamen, um tauchen zu gehen. Das konnte uns aber den Spaß nicht verderben.
Als die Tiefe von durchschnittlichen 8m erreicht wurde, konnten sich alle die Umgebung in Ruhe ansehen. Auch wenn es wieder haufenweise Anemonen, Austermuscheln und Krebse zu sehen gab, war es trotzdem wieder etwas Besonderes. Der Tauchgang wurde ordentlich ausgereizt. Nach 40 Minuten war er beendet. Trotz der großen Anzahl an Personen in der Gruppe und den Sichtverhältnissen, haben Mia und Fabio die Gruppe gut beieinander gehalten und die Orientierung nicht verloren. Saubere Arbeit!
Als es ums Abendessen ging, fiel uns auf, dass der örtliche Supermarkt im Park, bereits geschlossen hat, und wir deshalb nicht an Fleisch herankamen, welches wir eigentlich mit den Erwachsenen am Strand Grillen wollten. Deshalb haben wir im Jugendhaus Reste vernichtet und sind erst gegen 20:30h zum Strand gegangen, um Impostor und Volleyball zu spielen.
Die Atmosphäre war wie immer total entspannt und gesellschaftlich. Wir blieben gute zwei Stunden, bis wir uns wieder auf den Weg zurück machten. Spontan haben wir dann einen Umweg genommen und einen langen Spaziergang eingebaut. Um kurz nach Mitternacht waren alle wieder zuhause, haben aufgeräumt, geschlafen oder einfach nichts gemacht.
Tag 7: Marco
Am Sonntag sind wir alle gegen 8 Uhr aufgestanden, da es unser Abreisetag war und wir noch ein bisschen saubermachen mussten. Nach dem Aufstehen haben wir dann aufgeräumt, wobei Leonard schon gegen 8:30 Uhr gehen musste. Demnach hat er es leider nicht geschafft die gemeinschaftliche Aufräumarbeit zu genießen.
Gegen 9 Uhr haben wir dann noch das übrig gebliebene Toast und den übrig gebliebenen Aufstrich gegessen, der einen etwas traurigen Eindruck machte, da er für 9 Personen definitiv nicht mehr gereicht hat.
Gegen 10 Uhr sind Tony, Tino und Olaf zu uns gekommen, um die Tauchsachen und die übrig gebliebenen Dinge abzuholen. Sodass wir uns um 10:30 Uhr, nach ein paar Gruppenfotos für die Erinnerung, alle auf den Weg machen konnten
Alles in allem war es wieder eine tolle und erlebnisreiche Woche, die uns als Gruppe zusammengeschweißt hat. So muss Gemeinschaft funktionieren:-)
Eure Jugend des TSC Langenberg e.V.









